Leider existieren aus den ersten Jahren keine weiteren Fotos.
Die Idee, den Vortschritt der "Renovierungsarbeiten" auf Fotos festzuhalten, kam mir leider erst viel, viel später.

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Das leidige Muss

BMW 2oo2 - mein absoluter Jugendtraum...

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Diesen traurigen haufen Blech habe ich für 800,- DM ungesehen! gekauft. Er hatte schon unzählige Vorbesitzer und war in einem wahrhaft bescheidenen Zustand ! Nun, für meinen schmalen Geldbeutel und meine Lust am Schrauben genau das richtige Objekt, mein bescheidenes Können unter Beweis zu stellen.

Im Februar 1973 als 2oo2 zum ersten mal zugelassen, nun 12 Jahre alt und am Scheideweg - zwischen Schrottplatz und neuem Leben !!! Den Kopf voller Ideen, Dauerebbe im Portemonnaie, die Verjüngungskur wird wohl länger dauern...

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Noch am Kauftag die erste Not-Reparatur - die Kupplung ist völlig fertig, fahren nur noch sehr langsam möglich. Die halbe Nacht durchgeschraubt und dann die erste richtige Probefahrt. Zu meiner Freude ist mechanisch soweit alles in Ordnung und auch Alltagstauglich, puh ;-)

So nach und nach wurde die gesamte Technik auf Vordermann gebracht. Die Federbeine flogen raus und wurden durch neue vom 2oo2 ti ersetzt. Was für die Vorderachse gut ist, taugt erst recht für die Hinterachse: die Achschenkel sowie der Hauptträger wurden ebenfalls durch Komponenten des ti ersetzt. Damit die neuen Fahrwerkskomponenten meinen Renner auch ordentlich auf der Straße halten, wurde das Fahrwerk mit Federn von Eibach und mit Gasdruckstoßdämpfern von Bilstein komplettiert. Da die Motorleistung durch den Einbau eines Solex Doppelvergasers 40 DDH zunächst um offizielle 15 PS angehoben wurde, eine weitere Evolutionsstufe in Planung war, musste sich auch die Bremsanlage einer Generalerneuerung unterziehen: es folgte der Einbau einer kompletten Turbo-Bremsanlage! Vorne innenbelüftete Bremsscheiben, die hinteren Bremstrommeln im Durchmesser um einiges gewachsen und einen neuen Bremskraftverstärker, der die Bremsflüssigkeit auch mit genug Kraft an die neuen Verzögerungselemente drückte.

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Der Motor in seiner letzten Ausbaustufe: die Zylinder neu gehohnt, neue Kolben vom 2oo2 ti, die Kurbelwelle neu gelagert, den Zylinderkopf - auch 2oo2 ti - geplant und mit neuen, viel grösseren Ventilen versehen - und eine Woche lang Ein- und Auslasskanäle vergrössert und poliert,...

...die Ansaugbrücke für die Doppelvergaser gleich übergangsfrei mitpoliert. Zu guter letzt eine 306° Nockenwelle - und für den runden Leerlauf eine Transistorzündanlage! Ich war nie auf einem Leistungsprüfstand, die Kur bracht trotzdem Leistung "satt" !!!

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Damit das schöne neue Kraftpaket auch lange, lange hält, "die totale Überwachung" - Instrumente wie in einem Cockpit! Ich weiss, das ist nicht Jedermanns Geschmack - aber meiner! Die Kombination mit dem weissen Gehäuse und den drei BMW-Streifen finde ich noch heute sehr gelungen und brachte mir Seinerzeit einige Komplimente ein

Technik Top - Blech Schrott ?!?

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15 Jahre lang nagt nun schon der Zahn der Zeit am Blech, mit Erfolg wie man sieht. Der Ausbau der Rücksitzbank legte den Blick auf zwei riesige Löcher frei, da fragt man sich:"Sieht man so etwas beim TÜV nicht? Oder war hier Turborost am Werk?" Diesem Rostteufel war jedenfalls nur mit ganz scharfen Mitteln beizukommen...

...mit der scharfen Flex! Der einzige Weg den Rost dauerhaft wieder lozuwerden. Übrig blieb - nichts !!! Mein Baby völlig ohne Kofferraum :-(

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Nach und nach mit neuen Blechen versehen, nahm mein Herzstück wieder Formen an. Einen komplett neuen Kofferraumboden, ein neus Heckabschlussblech, eine komplett neue Seitenwand auf der Fahrerseite. Die Federbeindome mit neuen Stützblechen versehen und neue Hauben drauf, nun sollten sie die harten Alltagsbelastungen wieder aushalten :-)

Jetzt noch neue Farbe drauf und...
...na, ich glaube DAS Ergebnis kann sich wohl sehen lassen !?!

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Tiefbettfelgen und Niederquerschnittreifen füllen die scheinbar viel zu kleinen Radhäuser aus. Auf jeden Fall ein Hingucker und immer wieder die Frage:"Wie geht denn das ?" Nun, das Geheimnis lag in der Einpresstiefe ! Und ein Fahrfeeling - wie in einem Cart ;-}

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Mittlerweile dauert diese "Liebe" schon 6 Jahre und ~ 120.000 km. Unzählige Arbeitstunden stecken in dem Auto, doch der Verfall ist leider nicht aufzuhalten. Spätestens jetzt rächt sich die hohe Zahl der Vorbesitzer, ich war wohl der erste, der nicht nur getankt hat !?! Der rechte vordere Federbeindom ist mürbe. Das harte Fahrwerk fordert seinen Tribut, der Dom fängt an eine "große" Beule auszubilden. Das kann weder für den Sturz, noch für die Spur gut sein. Eine neue Seitenwand einschweissen - das wird sehr teuer ! Ist der Wagen danach so steif wie vorher ??? Sorgen über Sorgen und einen Markenkameraden, der absolut heiss war auf mein Baby. Was tun ? Das Auto wirklich verkaufen, das für die Reparatur gesparte Geld dazugelegt und dann ??? Ja - dann "stolperte" ich über mein nächstes Baby. Aber das ist eine andere Geschichte... ;-)

Mein 2002 Mein 323 i